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03.02.2009 Neue Ausstellung in den Wandelgängen

Kriebsteiner Maler bringt die Schönheit der Natur auf die Leinwand
Im Theater stellt Ekkehart Stark 35 seiner Werke aus. Für ihn ist die Malerei nicht einfach nur ein Hobby, sondern Passion.

Es war ein besonderer Tag für Ekkehart Stark. Nicht nur, dass der Kriebsteiner Maler am Sonnabend seinen 62. Geburtstag feierte. Er eröffnete auch seine erste Ausstellung im Döbelner Theater. Seine Vernissage nutzten zahlreiche Kunstfreunde, um auf den Wandelgängen die Natur mit Ekkehart Starks Augen zu sehen. Es sind die Augen eines Malers, für den der Umgang mit Pinsel und Farben nicht einfach nur ein Hobby ist, sondern Passion.

Eine Auswahl aus seiner jüngsten Schaffenszeit zeigt in 35 Bildern Landschaften aus ganz Europa, aber auch Impressionen aus der näheren Umgebung. „Ekkehart Stark ist kein Grübler. Seine Bilder zeugen von einer Leichtigkeit. Er hat die Fähigkeit, die Schönheit der Natur für den Betrachter sichtbar zu machen“, sagte Kunsthistorikerin Gabriele Gelbrich. Seine Vielseitigkeit in der Wahl von Techniken und Darstellungsformen schätzt Malerkollege Ralf Schneider an Stark. „Sein Fundus ist groß. Sowohl Aquarelle wie auch Malereien und Zeichnungen gehören zu seinem Repertoire“, so Schneider.

Dr. Hermann Schulz (r.),

der zweite Vorsitzende des Theater-Fördervereins, beglückwünscht Ekkehart Stark bei der Ausstellungseröffnung zum Geburtstag. DA-Foto: Andy Scharf

Ganz gleich, ob eine rustikale Stadtatmosphäre aus Lissabon, der Blick auf einen Landstrich in der Nähe von Mutzschen oder der nostalgische Blick in eine alte Scheune – Stark bringt aufs „Papier“, was er mit eigenen Augen gesehen hat. „Viele Werke sind im Urlaub entstanden. Die Natur ist dabei für mich die primäre Quelle der Inspiration. Ich möchte sie nicht eins zu eins abbilden, sondern mit künstlerischen Mitteln darstellen“, erklärte Ekkehart Stark.

Das Gros seiner Werke sind Aquarelle oder Ölmalereien auf Pappe und Leinwand. Doch auch nach fast 60 Jahren Malerei – Stark wandelt seit dem zarten Alter von drei Jahren auf den Spuren Rembrands, Van Gogh und Co. – sucht er das Neue. „Mit Moorlauge habe ich experimentiert. Eigentlich verwendet man diese für Heilbäder. Es sind die tiefen Brauntöne, die mich begeistern“, so Stark. Er benutzt die Moorlauge nicht in einer Wanne, sondern einer Staffelei. Um das Braun dunkler und den Farbton satt werden zu lassen, trägt er wiederholt Moorlauge auf die Stelle auf. So entstand der authentische Blick in eine alte Scheune. „Diese Bilder machen deutlich, dass Ekkehart Stark ein suchender, experimentierfreudiger Maler ist. Diese Technik transportiert die eingefangene Stimmung sehr gut auf den Betrachter“, sagte Gabriele Gelbrich.

Stark gibt sein Talent auch an den Nachwuchs und Interessierte Kunstfreunde weiter. Einmal in der Woche trifft sich in Höfchen ein Kunstreis von etwa zehn Personen.

Die Ausstellung ist noch bis Ende April im Döbelner Theaters zu besichtigen.

» Döbelner Anzeiger
Andy Scharf, 02.03.2009