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29.04.2009 Vernissage mit Michele Cyranka

Malerin fasst Gedichte in Farben und Formen

Michele Cyranka lässt sich von Gedichten inspirieren. Die Lyrik erzeugt in ihr die Vorstellungen von Bildern. Frauengestalten oft, gemalt mit kräftigen Pinselstrichen und Farben. „Mondfrau“ heißt eines dieser Bilder und es gibt der Ausstellung ihren Namen. Gemalt ist es nach einem Gedicht der Lyrikerin Ute Leukert, mit der die Malerin und Grafikerin seit einigen Jahren zusammenarbeitet. Das jüngste gemeinsame Werk ist ein Buch in Laporello-Form mit Gedichten und Kaltnadelradierungen – Michele Cyranka hat es selbst gedruckt. „Ich habe eine eigene Werkstatt. Ich liebe das Drucken“, erzählt sie.

Die Malerin, Grafikerin und Keramikerin

Michele Cyranka lässt sich oft von Gedichten inspirieren. Foto: Dietmar Thomas


Im Theater zeigt sie ab morgen vor allem Bilder in Öl , auch einige Keramiken. Einigen Collagen sind nach Gedichten der jüdischen Lyrikerin Rose Ausländer entstanden. Inspiration für ihre Bilder hatte sich die Künstlerin auch bei zwei Reisen nach Portugal geholt. Danach entstand eine Serie über den Fado – einen sehr melancholischen Musikstil. „Ich war von Land und Leuten sehr beeindruckt. Der Fado trägt etwas sehr kraftvolles und schmerzliches in sich.“

» Döbelner Anzeiger
Jens Hoyer, 29.04.2009